Materialkunde - Spinewert

Spinewert

 

Wenn man vom Spinewert spricht, spricht man vom Durchbiegungswert eines Pfeils.

 

Der Durchbiegewertes wird durch folgendes Messverfahren ermittelt:

Ein Pfeil wird auf zwei Auflagepunkten mit einem Abstand von 28 Zoll auflegt. Anschließend wird in der Mitte des Pfeils ein Gewicht von 1,94 Pfund anhängt. Der Pfeil biegt sich nun durch. Diese Durchbiegung des Pfeilschaftes wird als Spinewert bezeichnet und in 1/1000 Zoll angegeben.

Der Pfeil muss dem Bogen des Schützen angepasst sein. Jeder Pfeil wird sich durch die Belastung beim Ablassen von der Sehne verwinden. Je nach Zuggewicht mehr oder weniger.

Ein zu weicher Pfeil wird schief im Ziel stecken und zwar mit der Nocke nach links zeigend.

Ein zu steifer Pfeil umgekehrt, also mit der Nocke nach rechts zeigend.

Hinweis: bei den Linkshandschützen verhält es sich umgekehrt!

 

Ein zu steifer Pfeil tendiert zu einer schlechten Flugbahn, fängt sich aber im Verlauf der Flugphase und wird eine einigermaßen zufriedenstellende Gruppierung erzielen.

 

Zu weiche Pfeile können am Bogen anschlagen, sie verwinden sich während der Flugphase zu sehr und zu lange, so dass sich eine eher schlechte Gruppierung ergeben wird.

 

Das Ziel sollte also sein Bogen und Pfeil so aufeinander abzustimmen, dass sich eine saubere Flugphase ergibt und die Pfeile gut gruppieren.

 

Werner Beiter, einer der führenden Anbieter für hochwertiges Bogen-Equipment, stellt auf seiner Homepage einige interessante Videoclips zur Verfügung auf denen sich das Durchbiegen eines Pfeils während der Flugphase gut beobachten lässt.

Hier der entsprechende Link:

 

http://www.wernerbeiter.com/de/informationen/videoclips.php

 

 

Zur Bestimmung des optimalen Pfeils mit dem korrekten Spinewerte gibt es zwei entscheidende Faktoren.

Zum einen die Länge des Pfeils und zum anderen das Zuggewicht der Wurfarme.

 

Die Auszugslänge wird gemessen vom Nockboden (also da, wo die Sehne einnockt) bis zum tiefsten Punkt der Griffschale, (also da wo der sich der Druckpunkt der Hand befindet), plus 1 Zoll (2,54 cm)bis 2 Zoll.

 

Die Lbs.-Angabe auf den Wurfarmen bezieht sich auf Auszugslänge von 28 Zoll. Bei einem Zoll weniger an Auszugslänge muss man rund 2 Lbs. abziehen. Bei einem Zoll mehr an Auszugslänge entsprechend 2 Lbs. addieren.

 Beispiel: Bei einem Auszug von 27 Zoll zieht man bei 36-Lbs-Wurfarmen nur ca.34 Pfund und  bei 29 Zoll dafür ca. 38 Pfund.

 

Mit einer Bogenwaage kann man sein persönliches, effektives Zuggewicht exakt ermitteln und auf ganz einfache Weise bequem ablesen.

Genau so verhält es sich mit der Auszugslänge. Die Fa. Easton bietet einen Messpfeil an mit dem sich die tatsächlich Auszugslänge genau ermitteln lässt.

 


 

Die Fa. Easton bietet zur Ermittlung der optimalen Pfeile auf ihrer Homepage einen sogenannten Spinewertrechner an.

Hier der entsprechende Link:

 

http://www.eastonarchery.com/products/selection-target

 

 

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